Klimaanlage mit einer Duracool-12a-Dose nachfüllen

Eine Klimaanlage mit Duracool 12a nachzufüllen dauert eine Viertelstunde — bei laufendem Motor, mit einer Dose, einem Schlauch mit Manometer und der passenden Niederdruck-Kupplung. Diese Seite gibt die vollständige Anleitung, wie wir sie seit fünfzehn Jahren empfehlen, die einzuhaltenden Drücke und die Fehler, die einen Kompressor kosten. Wenn Sie noch nicht wissen, welches Duracool und welche Menge Sie brauchen, beginnen Sie mit dem Duracool-12a-Leitfaden.

Das Werkzeug

  • Die Dose: Duracool 12a 170 g für einen R12- oder R134a-Kreislauf, Duracool 12a-yf für einen 1234yf-Kreislauf. Eine Dose reicht für einen Kleinwagen, zwei für eine Limousine (die Berechnung steht im Leitfaden).
  • Der Füllschlauch: das DC402-Set — Anstechventil auf der einen Seite, Manometer, und die beiden Anschlüsse R12 (Schraub) und R134a (Schnellkupplung) auf der anderen. Für ein 1234yf-Fahrzeug die DC402-Version mit 1234yf-Kupplung.
  • Eine Waage mit Grammgenauigkeit (optional, aber empfohlen), um die Dose vorher und nachher zu wiegen.
  • Ein Thermometer in der mittleren Lüftungsdüse: Eine korrekt gefüllte Klimaanlage bläst mit 7-8 °C.
  • Handschuhe und Schutzbrille.

Das Set Dosen + Schlauch vereint das Wesentliche. Meiden Sie billige No-Name-Schläuche: Ihr Ventil beschädigt das Dosengewinde, die Dosen werden unbrauchbar oder undicht.

Vor dem Start: den Niederdruckanschluss finden

Der Kreislauf hat zwei Serviceventile. Nachgefüllt wird immer auf der Niederdruckseite: Das ist das Rohr mit dem größeren Durchmesser, sein Ventil trägt eine Kappe mit L (meist blau oder schwarz). Das Hochdruckventil (Kappe H, rot, dünnes Rohr) nimmt die R134a-Niederdruck-Schnellkupplung nicht an — eine Sicherheitsmaßnahme. Manche Renault-Modelle haben nur ein Ventil, Hochdruck: Dann brauchen Sie das DC402-Set mit Hochdruck-Kupplung. Wenn Sie es nicht finden: Unser Artikel Wo ist das Niederdruckventil meiner Klimaanlage? zeigt es Marke für Marke.

Die Anleitung, Schritt für Schritt

  1. Ventil vorbereiten. Vor dem Aufschrauben der Dose das Anstechventil ganz gegen den Uhrzeigersinn drehen: Der Dorn muss vollständig zurückgezogen sein, sonst sticht er die Dose beim Aufschrauben an und das Gas entweicht.
  2. Dose aufschrauben, von Hand, ohne Gewalt. Die Einheit ist dicht, solange der Dorn zurückgezogen ist.
  3. Passenden Anschluss montieren am anderen Ende des Schlauchs: R134a-Schnellkupplung, R12-Schraubanschluss oder 1234yf, je nach Fahrzeug.
  4. Motor starten, Klimaanlage auf Maximum, Gebläse auf Maximum, Fenster offen. Der Kompressor muss laufen (hat er wegen Gasmangels abgeschaltet, läuft er mit den ersten eingefüllten Gramm an).
  5. L-Kappe abnehmen und Kupplung anschließen am Niederdruckventil: Hülse zurückziehen, aufdrücken, loslassen — die Hülse springt zurück, wenn die Verbindung sitzt. Den Ruhedruck am Manometer ablesen.
  6. Dose anstechen, indem Sie das Ventil ganz im Uhrzeigersinn drehen, dann wieder öffnen in Gegenrichtung, um das Gas freizugeben.
  7. Dose umdrehen, kopfüber, während der gesamten Befüllung: Duracool muss flüssig eintreten.
  8. Stufenweise befüllen: einige Sekunden öffnen, schließen, 30 Sekunden laufen lassen, damit sich die Drücke ausgleichen, wiederholen. Manometer beobachten: Der ideale Füllbereich ist die blaue Zone zwischen 30 und 45 PSI (2 bis 3 bar). Nie über 45 PSI auf der Niederdruckseite.
  9. Wissen, wann Schluss ist. Drei übereinstimmende Zeichen: Zeiger stabil in der blauen Zone, Kompressor taktet nicht mehr alle 45-60 Sekunden, Ausblastemperatur 7-8 °C am Thermometer. Ist der Innenraum noch nicht kalt, in kleinen Dosen nachfüllen und dazwischen einige Minuten laufen lassen — Überfüllung kühlt schlechter als Unterfüllung.
  10. Schließen und trennen. Ventil ganz im Uhrzeigersinn schließen, dann die Kupplungshülse zurückziehen: Sie löst sich von selbst. L-Kappe wieder aufsetzen.
  11. Kennzeichnen. Das mitgelieferte Etikett „mit Duracool 12a befüllt“ nahe dem Serviceanschluss aufkleben: Der nächste Techniker muss wissen, dass der Kreislauf einen Kohlenwasserstoff enthält.

Noch Gas in der Dose? Auf dem geschlossenen Ventil lassen, fern von Hitze und Flammen, an einem belüfteten Ort: Sie bleibt mehrere Monate dicht und dient für ein weiteres Fahrzeug. Für eine zweite Dose das Ventil schließen, bevor Sie die erste abschrauben, sonst entweicht das Gas aus dem Kreislauf.

Die Fehler, die teuer werden

  • An die Hochdruckseite anschließen: Die Dose kann bersten. Nur Niederdruck, Kappe L.
  • 45 PSI überschreiten: Überfüllung, schlechtere Kühlung, Kompressor in Gefahr. Kühlt die Anlage trotz korrektem Druck nicht, liegt das Problem woanders (Expansionsventil, Kondensator, Lüfter), nicht an der Gasmenge.
  • Bei stehendem Motor befüllen: Ohne Kompressor zirkuliert nichts und der Druck auf der Niederdruckseite schießt hoch.
  • Additive nach dem Gas einfüllen: Duradry, Dichtmittel und Öl kommen vor dem Duracool, in der im Leitfaden angegebenen Reihenfolge.
  • Gase mischen in einem Kreislauf, der noch ein anderes Kältemittel enthält: erst entleeren oder evakuieren lassen, dann die berechnete Menge einfüllen.
  • Lecksuche mit einer Flamme: elektronischer Kohlenwasserstoff-Lecksucher, Seifenwasser oder UV-Kontrastmittel, sonst nichts.
  • Ein Schlauch, der das Gewinde beschädigt: Die Dose wird am Ventil undicht und die Füllung ist verloren.

Kühlt immer noch nicht?

Normaler Druck und lauwarmer Innenraum deuten auf einen mechanischen oder elektrischen Fehler hin, nicht auf Gasmangel: Klimaanlage kühlt nicht mehr: die Diagnose und die Prüfungen vor dem Nachfüllen gehen Kompressor, Kupplung, Lüfter, Expansionsventil und Innenraumfilter durch. Eine Klimaanlage, die jede Saison leer ist, hat ein Leck: Duracool SystemSeal dichtet Mikrolecks an Dichtungen, Verdampfer und Kondensator ab und wird vor dem Nachfüllen eingefüllt. Und wenn die Luft kalt ist, aber schlecht riecht, ist es der Verdampfer: Warum riecht meine Klimaanlage schlecht.

Für Profis: Befüllung aus der Flasche

Mit einer 5,4-kg-Flasche oder 9-kg-Flasche und einer Servicestation: vorhandene Füllung in einen geeigneten Behälter absaugen (Kältemittel nie mischen), auf −69 kPa (−10 psi) evakuieren, dann bei stehendem Kompressor Duracool 12a flüssig auf der Niederdruckseite einfüllen; sobald die Mindestfüllung erreicht ist, Kompressor starten und ergänzen. Nicht über 414 kPa (60 psi) auf der Niederdruckseite. Drücke und Temperaturen prüfen, Duracool-12a-Etikett am Kreislauf anbringen. Nach Überfüllung oder repariertem Leck vollständig entleeren und von null neu befüllen: Die Menge wird mit dem Verhältnis aus dem Leitfaden berechnet, nie nach dem Schauglas.

Häufige Fragen

Muss vor dem Nachfüllen mit Duracool evakuiert werden?

Ideal ja: Luft und Feuchtigkeit im Kreislauf mindern die Leistung. Ohne Station zwei Fälle: Die Anlage funktioniert noch etwas → stufenweise nachfüllen; sie ist seit Langem leer → zuerst eine Dose Duradry gegen die Feuchtigkeit einfüllen, dann das Gas.

Darf bei laufendem Motor nachgefüllt werden?

Es muss: Der Kompressor muss das Gas ansaugen. Motor laufend, Klimaanlage eingeschaltet, Gebläse auf Maximum.

Wie lange dauert das Nachfüllen?

Zehn bis fünfzehn Minuten, Stufen inklusive. Am längsten dauert beim ersten Mal die Suche nach dem Niederdruckventil.

Was tun, wenn sich die Dose nicht leert?

Prüfen, ob der Dorn richtig angestochen hat (Ventil ganz eingedreht, dann wieder geöffnet), ob die Dose kopfüber steht und ob der Kompressor läuft. Eine kalte Dose leert sich langsamer: einige Minuten in lauwarmes Wasser stellen, nie in heißes.

Kann ich einen R134a-Schlauch aus dem Handel verwenden?

Die R134a-Niederdruck-Kupplung ist Standard; das Problem ist das Anstechventil billiger Schläuche, das das Dosengewinde beschädigt. Unsere DC402-Schläuche sind mit unseren Dosen getestet.

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